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          Die kleinen Windwalker


 

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Wir haben vielversprechende Rauhaar- Welpen-Standard in saufarben/dunkelsaufarben aus Top Anpaarung.

Bitte lesen Sie den Artikel ganz unten!

Bei Interesse an einem hochwertigen Welpen aus meiner Zucht, melden Sie sich gerne.

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Die kleinen Windwalker werden in liebevoller Umgebung bei mir im Haus geboren sie wachsen mit dem Rudel in Haus, Hof und Garten auf.

Selbstverständlich gibt es keine Zwingerhaltung, jeder bei mir lebende Hund gehört zur Familie und wohnt im Haus.

Das wünsche ich auch für meine Welpen, liebevolle, verantwortungsbewusste Menschen die sich darüber im klaren sind, dass da ein kleines Lebewesen einzieht.

Ich bin für die neuen Welpeneltern auch nach Abgabe als Ansprechpartner jederzeit da.

Meine Hunde sind DNA getestet und frei von CRD/PRA

sowie OI (Glasknochen).

Dies wird in der Ahnentafel vermerckt!

Selbstverständlich wird nur mit freien Partnern gedeckt.

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Interview

Vox-Reportage über Welpenhandel Tierschützerin: "Die Haltungsbedingungen in den Welpen-Produktionen sind grauenhaft"

Hundewelpen sind ein lukratives Geschäft

© Sebastian Gollnow / DPA

von Johannes Röhrig

05.04.2022, 11:05 Uhr 5 Min. Lesezeit

Der illegale Handel mit Hundewelpen ist ein lukratives Geschäft – zum Leidwesen der Tiere. Wie kann man ihn stoppen – oder ist das überhaupt möglich? Wir haben mit Sabine Winkelmann dazu gesprochen, die ein Tierheim nahe Budapest betreibt.

In der Vox-Reportage "Das gnadenlose Geschäft mit den Welpen" beschäftigt sich Martin Rütter mit dem Welpenhandel – in seiner illegalen Form nach Drogen- und Waffenhandel eines der lukrativsten Geschäfte in Deutschland. Er will wissen: Was macht dieses Geschäft so lukrativ für Händler? Wie kann man ihn stoppen oder – ist das überhaupt möglich? Ein Gespräch mit Sabine Winklmann, die sich im Verein "Dobermann-Rescue HUNGARIA e.V." unter anderem für in Not geratene Hunde einsetzt.

Frau Winklmann, Sie betreiben ein Tierheim in der Nähe von Budapest. Für eine Vox-Reportage ("Das gnadenlose Geschäft mit den Welpen, Dienstag, 5. April 2022 um 20.15 Uhr) haben Sie den Machenschaften der Hundehändler in Ungarn nachgespürt. Was haben Sie dabei erlebt?

Wir haben zunächst Monate damit zugebracht, um Betriebe zu lokalisieren. Das ist gar nicht so einfach und hat damit zu tun, dass viele dieser Hundestationen weitgehend im Verborgenen agieren. Die Betreiber nutzen stillgelegte Bauernhöfe und Schuppen auf dem Land; was sie dort treiben, ist von außen kaum einsehbar. Erst aus nächster Nähe bekommt man mit, dass da noch was los ist. Schließlich konnten wir die Adressen von einigen Welpen-Produzenten und Zwischenhändlern aufspüren, die Tiere nach Deutschland liefern.

Wie sieht es in solchen Hundezucht-Stationen aus?

Die Unternehmen machen nicht umsonst ein Geheimnis aus ihren Aktivitäten, denn die Haltungsbedingungen in den Welpen-Produktionen sind grauenhaft. Sie müssen sich das so vorstellen: Sie betreten ein finsteres Gebäude, in der Regel gibt es kein oder nur sehr wenig Tageslicht. Schon beim Öffnen der Tür bricht ein unglaublicher Lärm los, weil die Tiere sehr schreckhaft sind. Es empfängt Sie außerdem ein beißender Ammoniakgeruch, der sich mit dem von Kadavern mischt.

Wenn eine Hündin keinen Nachwuchs mehr bekommen kann, erhält sie einfach kein Futter – bis sie stirbt

Sie sehen stark in Mitleidenschaft gezogene Tiere, die in engen und verdreckten Parzellen auf dem Betonboden gehalten werden. Sie sehen ausgezehrte Muttertiere, denn der Zyklus dieser Hündinnen wird häufig medikamentös verändert, damit sie mehrmals im Jahr Welpen bekommen können. Und Sie sehen halb verhungerte Tiere, denn wenn eine Hündin keinen Nachwuchs mehr bekommen kann, erhält sie einfach kein Futter – bis sie stirbt. Es ist grausam, und ich bin sicher, dass man fündig wird, wenn man im Umfeld dieser Betriebe mal den Spaten in die Hand nimmt.

Wie viele Tiere werden in einer derartigen Anlage gehalten?

Das ist sehr unterschiedlich. Bis vor Kurzem gab es in solchen Vermehrstationen im Schnitt um die 200 bis 300 Tiere – inklusive Welpen. Seit Jahresbeginn greifen in Ungarn allerdings schärfere Strafgesetze bei Tierschutzverstößen. Das betrifft nicht nur die Hundezucht allein, sondern zum Beispiel auch illegale Hundekämpfe, die in Ungarn noch verbreitet sind. Jedenfalls kommt es nun häufiger mal vor, dass so ein Betrieb hochgenommen wird und die Tiere beschlagnahmt werden. Um die möglichen Verluste zu minimieren, stellen die Betreiber deshalb gerade auf kleinere Zuchteinheiten um. Besonders im Südosten Ungarns kann man für sehr wenig Geld eine alte Stallung oder einen Schuppen kaufen. So entstehen zunehmend kleine Satellitenbetriebe mit 10 bis 20 Tieren. Die sind gut abgeschirmt und fallen kaum auf. Wenn sich kein aufmerksamer Nachbar beschwert, ist das Risiko, hiermit aufzufliegen, also äußerst gering.

Um welche Hunderassen handelt es sich in ungarischen Produktionen?

Meist setzen die Händler auf Kleinhunde, aus ökonomischen Gründen, denn von denen passen mehr in die Verschläge rein. Das sind Moderassen wie Malteser, Chihuahua, Mops, Dackel oder Französische Bulldoggen – neuerdings auch in 'merle', also bunt gescheckt.

Ungarn ist EU-Land. Wird dort Hundezucht zu lasch geregelt?

Jeder kann dort Hunde züchten, aber das ist in Deutschland letztlich ja nicht anders. Wer möchte, kann seine Hündin ja auch hier decken und einen Wurf austragen lassen – und die Welpen danach verkaufen. Ob es sich um eine private ‚Hobbyzucht‘ oder um eine gewerbliche Zucht handelt, hängt von der Zahl der gehaltenen zeugungsfähigen Hündinnen ab. Gewerbliche Betreiber müssen ihre Sachkunde nachweisen und sind beim Veterinäramt gemeldet. In Ungarn limitieren die Gemeinden und Städte zudem teilweise die Zahl der Tiere pro Grundstück. Im Kern unterscheiden sich die Gesetzeslagen in den einzelnen Ländern also gar nicht so sehr. Allerdings mangelt es in Ungarn an ihrer Durchsetzung.

Wie viele Hunde werden jährlich in Ungarn "produziert"?

Es existieren nur Schätzungen. Danach kann man von einigen Hunderttausend Welpen pro Jahr ausgehen, von denen der größte Teil für den Export bestimmt ist. Die Tiere werden also gezielt dafür produziert, um nach Belgien, Holland, Deutschland und teilweise auch nach Italien oder sogar bis nach Spanien transportiert zu werden. Um die Zucht unter häufig illegalen Bedingungen ist so ein ebenfalls sehr lukratives Logistikgeschäft entstanden.

Auf einschlägigen Webseiten werden im Minutentakt immer neue Welpen angeboten

Wann ist der Handel illegal?

Verboten ist es, wenn Welpen vor Abschluss der 15. Lebenswoche nach Deutschland eingeführt werden. Bis zur zwölften Woche können sie noch gar nicht wirksam gegen Tollwut geimpft werden; dazu kommen drei Wochen für den Aufbau des Impfschutzes. So kommt man auf diese Fristen. Wenn alle Regeln eingehalten werden und die Tiere mit korrekten Papieren ausgestattet sind, ist der grenzüberschreitende Handel demnach legal. Das Problem ist: Oft werden die Fristen unterschritten und die Geburtsdaten in den Impfpässen rückdatiert, denn je früher man die Tiere verkauft, desto weniger Kosten verursachen sie beim Züchter. Zudem sind viele Tiere aufgrund der schlechten Bedingungen der Aufzucht krank, mache leiden an schweren Infektionen wie Filariosen, die zum Teil auch für immunschwache Menschen gefährliche oder zumindest unangenehme Folgen entwickeln können, da es sich um Zoonosen handelt. Tiere aus dem Welpenhandel sind nie getestet und bringen diese Infektionen dann vollkommen unbemerkt mit.

Was macht den Handel mit Welpen so lukrativ?

Seit der Corona-Pandemie sind die Verkaufspreise stark gestiegen. Die Vermehrer-Betriebe kassieren rund 200 Euro für ein Tier; das ist angesichts der niedrigen Kosten in Ungarn ein gutes Geschäft. Zwischenhändler kaufen diese Tiere auf und transportieren sie in Kleinlastern nach Deutschland. Deren Marge schätze ich auf rund 300 Euro pro Stück. Den größten Schnitt machen die Verkäufer am Ende der Kette, die für einen Welpen zwischen 1200 bis 1500 Euro nehmen. Die waschen ihre Hände in Unschuld und erzählen den Kunden, die Tiere kämen aus liebevollen Familienaufzuchten.

Wo werden die Tiere angeboten?

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In Belgien und Holland kommen die Welpen in die Puppy Stores. Diese Läden sind in diesen Ländern völlig normal, an den Einfallstraßen sind meist mehrsprachige Werbeschilder aufgestellt, damit auch Touristen den Weg finden. In Deutschland, wo die herkömmlichen Tierhandlungen auf den Verkauf von Hunden und Katzen verzichten, landen die ungarischen Tiere bei spezialisierten Hunde-Großhändlern oder in Internet-Shops. Auf einschlägigen Webseiten werden im Minutentakt immer neue Welpen angeboten.

Worauf sollte man beim Hundekauf achten?

Von importierten Tieren aus Ungarn und Rumänien oder von Käufen im Internet sollte man grundsätzlich die Finger lassen. Wer einen Welpen haben will, wendet sich am besten an seriöse Züchter aus der Nähe, bei denen man die Haltungsbedingungen sowie das Muttertier kennenlernt. Oder man nimmt einen Hund aus dem Tierheim. Dort ist auch gewährleistet, dass die Tiere auf Krankheiten hin untersucht sind.

"Das gnadenlose Geschäft mit den Welpen"

In der Vox-Reportage "Das gnadenlose Geschäft mit den Welpen" beschäftigt sich Martin Rütter mit dem Welpenhandel – in seiner illegalen Form nach Drogen- und Waffenhandel eines der lukrativsten Geschäfte in Deutschland. Er will wissen: Was macht dieses Geschäft so lukrativ für Händler? Wo kommen die Welpen her? Und wer kauft die meist kranken Tiere? Woran erkennt man illegalen oder unseriösen Welpenhandel? Wie kann man ihn stoppen oder – ist das überhaupt möglich?